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BVB-Bomber nahm vor Anschlag Kredite auf

Der Verdächtige im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund hat nach Angaben der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe Verbraucherkredite in Höhe von mehreren zehntausend Euro aufgenommen.

Mit dem Geld setzte er auf fallende Kurse der BVB-Aktie. (Videoquelle: EBU)

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Transkription

Frauke Köhler (Sprecherin der Bundesanwaltschaft Karlsruhe): „Wir gehen davon aus, dass der Beschuldigte verantwortlich ist für den Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund am 11. April dieses Jahres. Wir legen ihm daher versuchten Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und gefährliche Körperverletzung zur Last. Auf die Spur des Beschuldigten sind wir durch auffällige Optionsgeschäfte gekommen. Mittlerweile wissen wir, dass der Beschuldigte insgesamt drei verschiedene Derivate auf die Aktie von Borussia Dortmund gekauft hat. Mit all diesen Derivaten hat er auf fallende Aktienkurse gesetzt. Den überwiegenden Anteil dieser Finanzprodukte hat der Beschuldigte am 11. April, also am Anschlagstag selbst, erworben. Für den Kauf der Derivate hat der Beschuldigte einen Verbraucherkredit in der Höhe von mehreren zehntausend Euro aufgenommen. Der Gewinn des Beschuldigten wäre umso höher ausgefallen, je weiter die Aktie von Borussia Dortmund gefallen wäre. Nach unseren bisherigen Erkenntnissen haben wir keine Anhaltspunkte für mögliche Gehilfen oder aber auch Mittäter. Nichtsdestotrotz werden wir aber genau das bei den weiteren Ermittlungen sehr wohl im Blick behalten.“